Abnehmen: Mythen und Fakten

Abnehmen macht Spaß


Mit dem Thema ‚ÄěAbnehmen‚Äú befassen sich viele Menschen. Aber es ist nicht immer so einfach, wie viele zun√§chst denken. Vor allem, wenn man auf ‚Äěbew√§hrte‚Äú Ratschl√§ge setzt, die im Endeffekt aber nicht helfen. Was sind die gr√∂√üten Di√§tmythen, die es zu kl√§ren gilt? Wir schaffen endlich Klarheit.

Mythos Nr. 1 : Die Waage l√ľgt nicht

Mythos Nr. 2 : Durch den Verzehr von Fett werde ich zunehmen

Mythos Nr. 3 : Du m√∂chtest abnehmen? Dann ab ins Fitnessstudio!

Mythos Nr. 4 : Isst du noch nach 18:00 Uhr? Dann wirst du nicht abnehmen!

Mythos Nr. 5 : Protein sch√§digt meiner Leber

Mythos Nr. 6 : Eine gesunde Ern√§hrung ist eine Di√§t-Ern√§hrung

Mythos Nr. 7 : Butter im Kaffee ist gut f√ľr die Gesundheit

Mythos Nr. 8 : Pflanzliche √Ėle sind schlecht f√ľr deine Gesundheit

Mythos Nr. 9 : Vegan zu leben ist besser f√ľr die Gesundheit

Mythos Nr. 10 : Um Fett abzubauen, solltest du nur 800 Kalorien pro Tag aufnehmen

Mythos Nr. 11 : Es gibt gutes und schlechtes Essen

Mythos Nr. 12 : Wenn ich beim Training stark schwitze, verbrenne ich Fett schneller

Mythos Nr. 13 : Dein Gewicht definiert deinen Wert, deine Pers√∂nlichkeit

Mythos Nr. 14 : Wenn ich nur noch Fruchts√§fte trinke, nehme ich ab

Mythos Nr. 15 : N√ľsse sind immer gut f√ľr die Di√§t

Mythos Nr. 16 : Milch im Kaffee ist falsch

Mythos Nr. 17 : Wenn ich f√ľr immer ‚Äělow carb‚Äú lebe, werde ich f√ľr immer abnehmen

BONUS ZUM SCHLUSS: Mythen und Fakten √ľber die ketogene Di√§t

Mythos Nr. 1 : Ich esse den ganzen Tag nur Proteine

Mythos Nr. 2 : Beim Abnehmen in Ketose wirst du hungern

Mythos Nr. 3 : Die ketogene Di√§t ist f√ľr Leber und Nieren gef√§hrlich

Mythos Nr. 4 : Protein-Getr√§nke sind nur etwas f√ľr Sportler

Mythos Nr. 5 : Nach Beendigung der Di√§t tritt der Jo-Jo-Effekt ein

Mythos Nr. 6 : Ich muss mich f√ľr immer so ern√§hren

Mythos Nr. 7 : Eine Di√§t zu halten hei√üt, viel mehr Zeit in der K√ľche zu verbringen

Mythos Nr. 1: Die Waage l√ľgt nicht

Die g√§ngigste Methode, um Fortschritte beim Abnehmen zu messen, besteht f√ľr viele darin, jeden Tag auf die Waage zu steigen. Dies kann jedoch irref√ľhrend sein. Unser K√∂rpergewicht wird n√§mlich nicht nur vom K√∂rperfettanteil bestimmt. Es werden auch die Muskeln, Wasser, die gegessenen Speisen und oft auch die Kleidung mitgerechnet. Daher kann das Gewicht mehr oder weniger schwanken.

Statt dich zu wiegen, kannst du versuchen, dich zu messen und dabei deine Fortschritte zu fotografieren. Kurzfristig sind Fotos und Zentimeter ein viel genaueres Messinstrument und zeigen die tatsächliche Veränderung deiner Maße auf.

Mythos Nr. 2: Durch den Verzehr von Fett werde ich zunehmen

Fett ist mit 9 Kalorien pro Gramm der kalorienreichste Makron√§hrstoff. Viele nehmen deshalb an, dass man durch den Verzehr von Fett gleich an K√∂rperfett zunimmt. Vielleicht auch deswegen ist Fett in Verruf geraten. Eine fettreiche Nahrung an sich muss jedoch nicht unbedingt zur Fettleibigkeit f√ľhren. Sogar im Gegenteil: du kannst Fett essen und dennoch abnehmen. Das Hauptkriterium sollte dabei die Gesamtzahl der Kalorien sein. 

√Ąhnlich wie bei den Kohlenhydraten gibt es keine √ľberpr√ľfte Studie, die eine fettreiche Ern√§hrung mit Fettleibigkeit in Verbindung bringen w√ľrde. Zwar kann eine fettreiche Di√§t die Kontrolle der Kalorienzufuhr erschweren, aber selbst dann musst du nicht unbedingt zunehmen. Und wie immer kommt es auch auf die Qualit√§t der Speisen und Zutaten an. Hochwertige Fette machen den Unterschied.

Mythos Nr. 3: Du möchtest abnehmen? Dann ab ins Fitnessstudio!

Fitnessstudios sind ein Synonym f√ľr das Bestreben, erfolgreich abzunehmen. Obwohl es f√ľr manche sicherlich hilfreich ist, in einer Gesellschaft zu sein, die sie zu mehr Leistung anspornt, stellt Training keine notwendige Bedingung f√ľr das Abnehmen dar.

Gleicherma√üen hilft dir jede andere k√∂rperliche Aktivit√§t, die dir Spa√ü macht und die du regelm√§√üig aus√ľben kannst. Du kannst mit 15 Minuten pro Tag anfangen und die Zeit dann schrittweise steigern. Es ist einen Versuch wert, wann immer du kannst, zu Fu√ü zu gehen oder den Aufzug auszulassen. Der Effekt wird sich ‚Äď auch ohne Gewichte zu stemmen ‚Äď bald einstellen.

Trainieren im Fitnesscenter
Mythos Nr. 4: Isst du noch nach 18:00 Uhr? Dann wirst du nicht abnehmen!

Behauptungen, dass der K√∂rper nachts keine Nahrung verarbeiten kann oder dass das, was du sp√§ter am Abend isst, immer in Fett umgewandelt wird, weil du dich nicht bewegst und daher keine Kalorien verbrennst, sind ebenfalls wissenschaftlich nicht bewiesen. 

Es ist nicht so, dass der Stoffwechsel zu einer bestimmten Zeit aufh√∂ren oder sich vollst√§ndig umstellen w√ľrde. Auch nach 18 Uhr kannst du noch essen, ohne davon dick zu werden. Es kommt auf die Gesamtkalorienzufuhr pro Tag an. 

Wenn also deine abendlichen Snacks nur so vor Kalorien strotzen, ist es vielleicht eine √úberlegung wert, dein Essverhalten tats√§chlich zu √§ndern. Du musst auf Snacks jedoch nicht vollst√§ndig verzichten, sondern kannst nach kalorien√§rmeren Varianten Ausschau halten. Statt herk√∂mmlichen Chips kannst du zum Beispiel Protein-Chips oder eine kleine Handvoll N√ľsse probieren.

Mythos Nr. 5: Protein schädigt meiner Leber

Es ist erstaunlich, wie lange sich dieser Mythos in der Gesellschaft h√§lt. Bislang gibt es keine ausreichenden wissenschaftlichen Beweise f√ľr die Behauptung, dass eine hohe Proteinaufnahme oder die Einnahme von Proteinpulver mit Leber- oder Nierensch√§den verbunden w√§re. Im Gegenteil, eine ausreichende Zufuhr von essenziellen Aminos√§uren, die beispielsweise im Molkeneiwei√ü zu finden sind, ist f√ľr die Regeneration des K√∂rpers, einschlie√ülich des Lebergewebes, wichtig.

Wenn unsere Leber nicht in ‚ÄěBestform‚Äú ist, kann es zu einem verst√§rkten Proteinabbau (Proteinkatabolismus) kommen. In dieser Situation ist es angebracht, die Proteinzufuhr √ľber die Nahrung zu erh√∂hen. Das gegenteilige Szenario tritt bei Leberzirrhose und erh√∂htem Ammoniakspiegel auf. Dabei wird empfohlen, die Proteinaufnahme zu beschr√§nken. 

Wenn wir also gesund sind, Sport treiben und vielleicht auch abnehmen oder versuchen Muskeln aufzubauen, brauchen wir uns keine Sorgen zu machen, unsere Proteinzufuhr auf die empfohlenen Werte zu erhöhen.

Mythos Nr. 6: Eine gesunde Ernährung ist eine Diät-Ernährung

Auch hier handelt es sich um einen fest verwurzelten Mythos, mit dem es aufzur√§umen gilt. Der Verzehr von Obst, Gem√ľse, Vollkornprodukten, magerem Fleisch, N√ľssen, Samen usw. gilt allgemein als gesunde Ern√§hrung. Andererseits werden Dinge wie gebratenes Steak, Krapfen, Schokolade usw. als Beispiele f√ľr eine ungesunde Ern√§hrung angesehen. 

Wenn wir vorhaben, ein paar Pfunde loszuwerden, reicht es jedoch nicht aus, auf Lebensmittel umzusteigen, die wir f√ľr ges√ľnder halten. Wir sollten auch die Menge begrenzen. So wird es auch nicht gen√ľgen, die Milchschokolade durch dunkle Schokolade oder s√ľ√üen Schokoladenaufstrich durch reine Erdnussbutter zu ersetzen. Daraus l√§sst sich leicht ableiten, dass nicht alles, was als besser geeignet f√ľr das Abnehmen angesehen wird, auch weniger Kalorien enth√§lt.

Bio-Ernährung liegt im Trend

Mythos Nr. 7: Butter im Kaffee ist gut f√ľr die Gesundheit

Schon mal den Begriff ‚Äěbulletproof coffee‚Äú, also ‚Äěkugelsicherer Kaffee‚Äú, geh√∂rt? Es handelt sich dabei um einen Kaffee, dem ein St√ľckchen Butter zugesetzt wird. Er soll dem K√∂rper bis zu mehreren Stunden Energie liefern, ihn also sozusagen ‚Äěkugelsicher‚Äú machen, den Geist anregen und die Fettverbrennung f√∂rdern. Von allen Desinformationen, die zu diesem Thema im Umlauf sind, ist dies eine der verbl√ľffendsten. Behauptungen wie diese sind reine Pseudowissenschaft. 

Es ergibt nicht viel Sinn, einem Getr√§nk, das man in wenigen Minuten trinkt, Hunderte von zus√§tzlichen Kalorien hinzuzuf√ľgen, um dadurch Fett zu verlieren. ‚ÄěDu machst es dir sogar leichter mehr Kalorien zu dir zu nehmen (fl√ľssige Kalorien machen weniger satt) und k√∂nntest dadurch sogar zunehmen,‚Äú erkl√§rt Dr. med. Dominik Dotzauer, Arzt, privater Gesundheitsberater und Autor. Und was die zus√§tzliche Energie anbelangt, so ist diese haupts√§chlich auf das Koffein zur√ľckzuf√ľhren.

Wenn du also abnehmen willst, solltest du dich eher auf fett√§rmere Optionen konzentrieren, anstatt Fett hinzuzuf√ľgen. Anstelle von Vollmilch solltest du fettarme Milch in deinen Caff√® Latte geben, und wenn du auf den Geschmack von Coca-Cola nicht verzichten m√∂chtest, solltest du sie lieber gegen eine zuckerfreie Variante austauschen.

Mythos Nr. 8: Pflanzliche √Ėle sind schlecht f√ľr deine Gesundheit

√úber viele verschiedene Arten von Lebensmitteln oder Zutaten wird einmal behauptet, sie seien gesundheitsf√∂rdernd, ein andermal, sie seien gesundheitssch√§dlich. √Ąhnlich sieht es mit pflanzlichen √Ėlen aus, die f√ľr manche Gesundheitsgurus ein regelrechtes Tabuthema darstellen, da sie angeblich ‚Äěsch√§dlich‚Äú sind.

Bestimmte pflanzliche √Ėle k√∂nnen jedoch f√ľr die kardiovaskul√§re Gesundheit durchaus von Vorteil sein. Das verdanken sie ihren unges√§ttigten Fetts√§uren. Auch hier kommt es auf die Qualit√§t an. Es ist auf jeden Fall besser, in qualitativ wertvolle Fette zu investieren. Als Faustregel gilt: je mehr Omega-3-Fetts√§uren enthalten sind, desto besser. Oliven-, Raps- und Lein√∂l stellen somit eine gute Wahl da.

Mythos Nr. 9: Vegan zu leben ist besser f√ľr die Gesundheit

Eingefleischte Verfechter einer ausschlie√ülich pflanzlichen Ern√§hrung behaupten, dass ihre Lebensweise das Beste f√ľr ihre Gesundheit sei. Es stimmt, dass eine Umstellung auf eine pflanzliche Ern√§hrung wahrscheinlich gut f√ľr deine Gesundheit sein wird, falls du vorher auf eine tierische Ern√§hrung voller minderwertiger Produkte gesetzt hast. 

Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass auch eine tierische Ern√§hrung reich an n√ľtzlichen Vitaminen und Mineralstoffen sein kann. Wenn du sie komplett ausschlie√üt und dich nur noch pflanzlich ern√§hrst, fallen wichtige N√§hrstoffe einfach aus deiner Ern√§hrung weg. Und nicht alle von ihnen k√∂nnen durch eine pflanzliche Ern√§hrung ersetzt oder erg√§nzt werden, weshalb man sie h√§ufig zus√§tzlich zuf√ľhren muss. Gesund vegan zu leben ist also m√∂glich, du musst aber auf die Wahl deiner Lebensmittel sehr genau achten.

Mythos Nr. 10: Um Fett abzubauen, solltest du nur 800 Kalorien pro Tag aufnehmen

Über eine Diät, die darauf abzielt, nur 800 Kalorien pro Tag zu sich zu nehmen, wird viel diskutiert. Aber eine solche Kalorienzufuhr ist völlig unzureichend. Abnehmen kann man auch mit einer höheren Kalorienzahl.

Dieser Ansatz ist im Allgemeinen nicht nur unrealistisch, weil jeder Mensch anders ist und derselbe Kalorienwert nicht jedem gerecht wird, er ist auch auf lange Sicht nicht haltbar. Schon allein deshalb, weil du nach einer Weile ziemlich m√ľde w√§rst. Und nicht nur das: bei einer so geringen Menge h√§ttest du auch viel h√§ufiger mit dem Hunger zu k√§mpfen.

Mythos Nr. 11: Es gibt gutes und schlechtes Essen

In unserer Gesellschaft ist die Aufteilung der Nahrung in solche, die uns gesund halten und solche, die uns dick machen oder verschiedene Krankheiten verursachen soll, relativ weit verbreitet. Diese Einstellung kann im Endeffekt jedoch besonders sch√§dlich f√ľr unsere psychische Gesundheit sein. Ungeachtet der weitverbreiteten Angst gibt es allgemein eigentlich keine Lebensmittel, die dich von allein krank oder gesund machen w√ľrden. Wie immer kommt es darauf an, auf den K√∂rper zu h√∂ren, sich ausgewogen und in Ma√üen zu ern√§hren.

Das Wichtigste ist also die Anzahl der Kalorien und N√§hrstoffe, die du verzehrst. Zu glauben, dass bestimmte Lebensmittel schlecht sind, f√ľhrt dagegen nur zu noch mehr Schuldgef√ľhlen, wenn du ihnen wieder einmal nicht widerstehen kannst. Dies schadet der psychischen Gesundheit. Und je mehr du dir etwas verbietest, desto mehr wirst du dar√ľber nachdenken und dich danach sehnen.

Du kannst also ruhig ab und zu Dinge in deinen ausgewogenen Speiseplan einbauen, die zwar nicht sehr nahrhaft sind, dir aber Freude am Essen bereiten. Dies ist der einzige Weg, um die emotionale Verwirrung, Schuld oder Scham, etwas ‚ÄěVerbotenes‚Äú zu essen, zu lindern.

Mythos Nr. 12: Wenn ich beim Training stark schwitze, verbrenne ich Fett schneller

Sich in mehrere Schichten wie ein in Folie verpacktes Croissant einwickeln ‚Äď und schon kann es losgehen. Denn: je mehr man schwitzt, desto schneller nimmt man ab. Oder etwa doch nicht?! Tats√§chlich ist es ein bisschen komplizierter.

Das Schwitzen dient der K√ľhlung des K√∂rpers. Wie stark jemand schwitzt, h√§ngt von vielen Faktoren ab, z. B. der genetischen Veranlagung, der Umgebungs- und K√∂rpertemperatur, dem Fitnessniveau, der Intensit√§t der √úbungen usw. 

Wenn die Menge der verbrannten Kalorien von den Millilitern des erzeugten Schwei√ües abh√§ngen w√ľrde, w√§re Sport bei kaltem Wetter fast bedeutungslos. Und jeder w√ľrde sich statt der Laufkleidung lieber ein Laken √ľberziehen und in der Sauna sitzen. Auch wenn die Waage ein niedrigeres Gewicht anzeigt: was wir ausschwitzen, ist kein Fett, sondern Wasser (samt Mineralstoffen). Deshalb ist es auch so wichtig, w√§hrend und nach dem Sport oder Saunagang auf die Fl√ľssigkeits- und Mineralstoffzufuhr zu achten.

Mythos Nr. 13: Dein Gewicht definiert deinen Wert, deine Persönlichkeit

Zu glauben, dass dein Gewicht dich als Person und das, was du im Leben erreichen kannst, definiert, ist eine Sache, der du eigentlich keine Beachtung schenken solltest. Die Wahrheit ist, dass das Abnehmen dich nicht automatisch zu einem guten Menschen macht. 

Auch wenn die Gesellschaft uns sagt, dass wir ‚Äěbesser‚Äú werden, wenn wir ein paar Pfunde abnehmen, ist der Gewichtsverlust vor allem eine physiologische Ver√§nderung. Das, was in unseren K√∂pfen vorgeht und was f√ľr einen Charakter wir haben, werden die Pfunde, die wir verlieren, nicht wirklich √§ndern. 

Falls du also abnehmen willst, sollte es deine eigene, bewusst getroffene Entscheidung sein. Auch dann wird dich eine kurzzeitige Di√§t wird nur bedingt zu deinem Ziel bringen ‚Äď falls du deine Ern√§hrung und dein Essverhalten auf Dauer umstellen willst, musst du auch deinen Lebensstil √§ndern.

Mythos Nr. 14: Wenn ich nur noch Fruchtsäfte trinke, nehme ich ab

Obwohl vor allem hundertprozentige und vor allem frischgepresste S√§fte gesund sind und eine bedeutende Vitamin- und Mineralstoffquelle darstellen, sind sie keineswegs unschuldig. Wei√üt du, wie viele Orangen du pro Glas entsaften m√ľsstest? Du k√∂nntest diese Menge wahrscheinlich nicht in zwei Tagen essen. 

Au√üerdem sind Bio-S√§fte oder frisch gepresste S√§fte ohne Fruchtfleisch arm an Ballaststoffen, enthalten daf√ľr aber mehr Zucker als manche zuckerhaltigen Limonaden. Wenn du abnehmen willst, solltest du dich mit S√§ften vern√ľnftig bedienen, am besten nur zum Fr√ľhst√ľck. Und wenn du genug Obst und Gem√ľse bereits isst, sind Fruchts√§fte meistens √ľberfl√ľssig.

Frische Fruchtsäfte

Mythos Nr. 15: N√ľsse sind immer gut f√ľr die Di√§t

Knabbern und noch dazu gesund? Tats√§chlich, eine kleine Handvoll N√ľsse ist ein toller Snack. Du solltest jedoch ber√ľcksichtigen, dass N√ľsse haupts√§chlich Fett enthalten. Und auch wenn es eine gesunde Form von Fett ist, gilt auch hier: alles in Ma√üen. Wenn du also eine ganze T√ľte davon isst, kostet dich das Knabbern etwa 2000 kJ. 

Und die schlechte Nachricht ist, dass dies auch f√ľr Nussbutter und Nuss- und Schokoladenaufstriche verschiedener Art gilt. Zwar streichst du bei den besseren Varianten kein Palmfett auf dein Brot, kalorienm√§√üig kommt es auf dasselbe aus. Du solltest auch immer die Etiketten mit der Zusammensetzung lesen ‚Äď manchmal wirst du √ľberrascht sein, dass anstatt von N√ľssen die Hauptzutat Zucker sein kann.

Mythos Nr. 16: Milch im Kaffee ist falsch

Sicherlich: wenn du streng auf deine Kalorienzufuhr achtest, ist ein Espresso oder Americano vorzuziehen. Wenn du aber Kaffee mit Milch trinkst, so nimmst du normalerweise bis zu 150 Kalorien zu dir, was auch keine Katastrophe darstellt. Au√üerdem sch√ľtzt du so deinen Magen vor √úbers√§uerung. 

Beachte allerdings, dass das im Kaffee enthaltene Koffein die Kalziumaufnahme hemmt, sodass ein Cappuccino oder Latte Macchiato nicht als ein Milchprodukt angesehen werden kann.

Mythos Nr. 17: Wenn ich f√ľr immer ‚Äělow carb‚Äú lebe, werde ich f√ľr immer abnehmen

Ein Lebensstil, bei dem du Zucker und andere zuckerhaltige S√ľ√üungsmittel auf ein Minimum reduzierst, ist an sich prima. Zu den positiven Aspekten geh√∂ren der abwechslungsreiche Verzehr von Obst und Gem√ľse, die Regelm√§√üigkeit des Ern√§hrens und die hohe Qualit√§t der Lebensmittel, √ľber die du lernst nachzudenken.

Du wirst aber nicht immer abnehmen, sondern dein Idealgewicht halten wollen. Und ganz ohne Zucker kannst du auch nicht leben, denn dann w√ľrden dir Ballaststoffe fehlen und vor allem: dein K√∂rper wird nicht durch die Kohlenhydrate an sich fett, sondern durch die √ľbersch√ľssige Energie, die du nicht verbrauchst.

BONUS ZUM SCHLUSS: Mythen und Fakten √ľber die ketogene Di√§t

F√ľr viele Menschen ist die ketogene Di√§t noch immer ein unbekannter Begriff. Und was der Mensch nicht kennt, davor hat er meistens Angst. Das gilt auch f√ľr die Ern√§hrung. Wir haben acht der h√§ufigsten Mythen zusammengestellt, die im Zusammenhang mit einer kohlenhydratarmen Ern√§hrung kursieren. Komm, wir schauen uns die Mythen rund um Eiwei√ü-, Protein- oder ketogene Di√§ten an. Vielleicht wirst du √ľberrascht sein, was dir alles nicht ganz klar war.

Mythos Nr. 1: Ich esse den ganzen Tag nur Proteine

Zu den Makron√§hrstoffen z√§hlen Kohlenhydrate, Fette und Proteine (Eiwei√ü). Wenn wir uns wie durch ein Wunder nur und ausschlie√ülich von Proteinen und ohne die anderen N√§hrstoffe ern√§hren w√ľrden, w√§ren unser K√∂rper und unsere Psyche schon bald nicht mehr in der Lage, damit zurechtzukommen.

Schlie√ülich braucht auch unser Gehirn Kohlenhydrate, um zu funktionieren, und die t√§gliche Zufuhr von Kohlenhydraten sollte auf Dauer 50 g nicht unterschreiten. Eine gut eingeplante ketogene Di√§t ber√ľcksichtigt dies. Wenn du dich an einen Spezialisten wendest, wirst du nur f√ľr ein paar Wochen ein eingeschr√§nktes Regime einhalten m√ľssen, nicht f√ľr immer. Das Verh√§ltnis der N√§hrstoffzufuhr wird sich allm√§hlich wieder normalisieren, auch wenn du bestimmte Speisen und Essgewohnheiten auch dann beibeh√§ltst.

Mythos Nr. 2: Beim Abnehmen in Ketose wirst du hungern

Der gro√üe Vorteil der ketogenen Di√§t ist, dass du nicht hungrig bist und viel Energie versp√ľrst. In der Ketose zwingst du deinen K√∂rper lediglich dazu, deine Fettspeicher als Brennstoff zu verwenden. Du kannst beispielsweise einfach einen schnellen Protein-Shake zu dir nehmen und das Hungergef√ľhl bleibt aus. So nimmst du bei der ketogenen Di√§t schnell und ohne zu hungern ab.

Mythos Nr. 3: Die ketogene Di√§t ist f√ľr Leber und Nieren gef√§hrlich

Proteine werden im Verdauungstrakt verdaut, indem sie in Aminos√§uren aufgespalten werden und durch die Darmw√§nde in den Blutkreislauf gelangen. Wenn wir also mehr Proteine essen, werden mehr Aminos√§uren als normal gebildet, und der K√∂rper muss mehr Arbeit leisten, um sie abzubauen. Dieser Prozess findet in der Leber statt und produziert Harnstoff als Abfallprodukt, das dann √ľber die Nieren aus dem K√∂rper ausgeschieden wird.

In diesem Zusammenhang spricht man auch von einer Belastung der Leber und der Nieren. Bei einer normalen Ern√§hrung wird im Allgemeinen empfohlen, t√§glich 0,8 bis 1,2 g Proteine pro 1 kg K√∂rpergewicht einzunehmen. Bei einer ketogenen Di√§t wird die Tagesdosis an Proteinen erh√∂ht. Der Anstieg ist aber tats√§chlich minimal, und bei einem gesunden Menschen stellt er kein Risiko dar. Im Gegensatz dazu sind einige bis zu dutzende Kilogramm √úbergewicht, die wir st√§ndig mit uns herumschleppen, eine Gefahr, die nachweislich unseren K√∂rper bedroht.

Mythos Nr. 4: Protein-Getr√§nke sind nur etwas f√ľr Sportler

Proteine werden im Verdauungstrakt verdaut, indem sie in Aminos√§uren aufgespalten werden und durch die Darmw√§nde in den Blutkreislauf gelangen. Wenn wir also mehr Proteine essen, werden mehr Aminos√§uren als normal gebildet, und der K√∂rper muss mehr Arbeit leisten, um sie abzubauen. Dieser Prozess findet in der Leber statt und produziert Harnstoff als Abfallprodukt, das dann √ľber die Nieren aus dem K√∂rper ausgeschieden wird.

In diesem Zusammenhang spricht man auch von einer Belastung der Leber und der Nieren. Bei einer normalen Ern√§hrung wird im Allgemeinen empfohlen, t√§glich 0,8 bis 1,2 g Proteine pro 1 kg K√∂rpergewicht einzunehmen. Bei einer ketogenen Di√§t wird die Tagesdosis an Proteinen erh√∂ht. Der Anstieg ist aber tats√§chlich minimal, und bei einem gesunden Menschen stellt er kein Risiko dar. Im Gegensatz dazu sind einige bis zu dutzende Kilogramm √úbergewicht, die wir st√§ndig mit uns herumschleppen, eine Gefahr, die nachweislich unseren K√∂rper bedroht.

Mythos Nr. 5: Nach Beendigung der Diät tritt der Jo-Jo-Effekt ein

Der h√§ufigste Fehler ist der Gedanke: ‚ÄěIch habe schon so viel abgenommen, wie ich es geplant hatte, also werde ich nun wieder so essen wie fr√ľher.‚Äú Wenn du nach der Beendigung einer Di√§t zu deinem vorherigen Essverhalten zur√ľckkehrst, wirst du nat√ľrlich mit dem ber√ľhmt-ber√ľchtigten Jo-Jo-Effekt zu k√§mpfen haben. 

In diesem Fall ist also nicht die eigentliche Di√§t schuld, sondern die R√ľckkehr zu den urspr√ľnglichen Essgewohnheiten, die zur Gewichtszunahme gef√ľhrt haben. Sinnvolle Di√§ten sollen dich schrittweise auf eine zuk√ľnftige hochwertige und ausgewogene Ern√§hrung mit einem idealen N√§hrstoffverh√§ltnis vorbereiten.

Wir von KetoMix bereiten unsere Kunden auch auf die Zeit nach der Di√§t vor. W√§hrend einer ketogenen Di√§t von KetoMix wirst du lernen, regelm√§√üig zu essen, dich an den Grundn√§hrstoffen zu orientieren, viel Gem√ľse in deine Ern√§hrung aufzunehmen, regelm√§√üig zu trinken, ohne Zucker zu naschen und vor allem anders √ľber deine Ern√§hrung zu denken. Wer will, kann also das Gewicht halten.

Mythos Nr. 6: Ich muss mich f√ľr immer so ern√§hren

Wie jede andere Di√§t kann auch eine Keto-Di√§t nicht f√ľr immer befolgt werden. Sie hat einen Anfang und ein Ende. Im Anschluss an die ketogene Di√§t empfiehlt es sich, die Kohlenhydratmenge schrittweise zu erh√∂hen. Die Aufnahme von Kohlenhydraten in die Ern√§hrung nach dem Ende der Di√§t sollte allm√§hlich erfolgen, und die Ern√§hrung sollte energetisch ausgewogen sein, um einen ung√ľnstigen Jo-Jo-Effekt zu vermeiden. 

 Wer vor der ketogenen Di√§t gewohnt war, √ľberm√§√üig viele Kohlenhydrate, vor allem in Form von Einfachzucker zu essen, sollte jedoch auf keinen Fall dazu zur√ľckkehren. So w√§re es fast sicher, dass er oder sie die m√ľhsam losgewordenen Pfunde sehr schnell wieder zunehmen w√ľrde.

Mythos Nr. 7: Eine Di√§t zu halten hei√üt, viel mehr Zeit in der K√ľche zu verbringen

Wenn du dich f√ľr eine professionell zusammengestellte ketogene Di√§t entscheidest, stellt die Geschwindigkeit der Essenszubereitung einen gro√üen Vorteil dar. F√ľr die Zubereitung von ketogenenen Mahlzeiten wirst du nicht mehr als einige Minuten brauchen. Und: manchmal brauchst du nicht einmal eine K√ľche, wenn du einen Protein-Riegel oder -Shake aus dem umfangreichen Angebot w√§hlst. Die Zeitersparnis wird besonders von Menschen in Elternzeit oder viel besch√§ftigten Managern und Managerinnen, die kaum von ihrem Schreibtisch weichen, gesch√§tzt. F√ľr sie ist das Abnehmen meist ein Problem, weil sie es nicht schaffen, sich richtig zu ern√§hren, und die Zubereitung gesunder Speisen w√§re f√ľr sie zu aufwendig. In diesem Fall k√∂nnen auch Vorteilspacks eine gute Wahl sein.

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